
Die am 26. März vorgestellte Kriminalstatistik 2025 der Polizeiinspektion Leer/Emden lässt keinen Spielraum mehr für Beschönigungen. Wenn der Inspektionsleiter öffentlich vor einer „Verrohung der Gesellschaft“ warnt, beschreibt er eine Realität, die viele von Ihnen im Alltag längst spüren.
Sicherheit im Fokus: Die Gewalt konzentriert sich in Emden
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Gewaltkriminalität in unserer Region steigt das vierte Jahr in Folge. Doch ein genauer Blick zeigt: Besonders bei uns in der Stadt Emden treten diese Delikte statistisch gehäuft auf. Hier spüren wir die Folgen dieser Entwicklung am deutlichsten.
- Gefährliche Trends: 46 Messerangriffe in einem Jahr allein in unserer Stadt sind ein Alarmsignal. Dass das Messer unter Jugendlichen zunehmend als „Statussymbol“ gilt, ist eine fatale Fehlentwicklung. Der schockierende Vorfall im Verwaltungsgebäude III im Januar hat gezeigt, dass die Gewalt mittlerweile sogar unsere öffentlichen Einrichtungen erreicht.
- Sinkende Hemmschwelle: Vorfälle wie der unvermittelte Schlag ins Gesicht eines 18-jährigen Emders in der Jungfernbrückstraße vor kurzem verdeutlichen, dass die Sicherheit im öffentlichen Raum keine Selbstverständlichkeit mehr ist.
Meine Position: Symbolpolitik wie ein Böllerverbot am Neuen Markt reicht nicht aus. Ich fordere eine deutlich stärkere Präsenz von Sicherheitskräften und die konsequente Durchsetzung unserer Gesetze.
Handlungsfähigkeit sichern: Haushalt und Ordnung
Um die Sicherheit in Emden langfristig zu garantieren, muss unsere Stadt handlungsfähig bleiben. Doch genau hier stoßen wir an Grenzen, die wir offen benennen müssen:
- Finanzielle Realität: Ein Blick in das aktuelle Budgetbuch der Stadt Emden zeigt: Die massiven Defizite gefährden unseren Spielraum. Wer Sicherheit will, muss auch die Mittel dafür haben – doch die steigenden Kosten für die Bewältigung der Flüchtlingskrise binden Ressourcen, die uns an anderer Stelle für die Bürger fehlen.
- Recht und Ordnung: Mit regional weit über 500 Verstößen gegen das Asyl- und Aufenthaltsrecht in der Statistik wird klar, dass wir eine konsequente Linie brauchen. Ich setze mich dafür ein, dass geltendes Recht und Ausreisepflichten in unserer Stadtverwaltung priorisiert werden. Als Kommune müssen wir alle rechtlichen Spielräume nutzen, um Rückführungen konsequent vorzubereiten. Nur so entlasten wir unsere Verwaltung und sorgen dafür, dass Integration dort gelingen kann, wo sie berechtigt ist.
Zeit für klare Kante in Emden
Es ist Zeit, dass wir in unserer Stadt wieder klare Prioritäten setzen. Wir müssen die finanzielle Vernunft zurückgewinnen, um die Sicherheit und die Interessen der Emder Bürger wieder an die erste Stelle zu rücken.
Was denken Sie? Fühlen Sie sich in den Abendstunden in unserer Innenstadt noch sicher? Wo muss die Stadt jetzt sofort handeln?
Beste Grüße aus Emden
Achim Fischer
Fakten zum Nachlesen:
Die vollständige Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 der Polizeiinspektion Leer/Emden finden Sie hier im offiziellen Presseportal: www.presseportal.de/blaulicht/pm/104235/6244346